Muss man ein Hoverboard versichern?

Die Elektromobilität begeistert seit Jahren ein wachsendes Publikum. Während reichweitenstarke PKW für die breite Masse noch unerschwinglich sind, können kleinere Fortbewegungsmittel, wie die sogenannten Hoverboards − oder auch E-Boards – zum Teil mit akzeptablen Einstiegspreisen punkten.

Gefährliche Gefährte – das Hoverboard

Dabei handelt es sich um selbst-stabilisierende Fahrzeuge, die aus einer Trittfläche und zwei seitig angebrachten Rädern bestehen. Der Fahrer steht auf der Trittfläche zwischen den Rädern und steuert das Gefährt allein durch Verlagerung des eigenen Körpergewichts. Einige Modelle lassen sich sogar mit dem Smartphone verbinden und können Musik abspielen. Der Markt für solche Gefährte boomt. Bei Kindern und Jugendlichen ist die neue Produktkategorie besonders beliebt. Den Gesetzgeber und Versicherungsgesellschaften stellt sie allerdings vor ganz neue Herausforderungen:

Fahren ohne Zulassung & Fahrerlaubnis

Da Hoverboards in der Regel schneller als 6 km/h fahren, zählen sie – rechtlich gesehen – zu den Kraftfahrzeugen. Weil Hoverboards die sicherheitstechnischen Voraussetzungen jedoch nicht erfüllen, wurde ihnen in Deutschland bisher keine Zulassung erteilt. Abseits von Privatgrundstücken sind sie daher in Deutschland nicht zugelassen. Wer mit ihnen auf öffentlichen Geh- oder Radwegen oder auf Straßen unterwegs ist, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch die Konfiszierung des Geräts. Für das Führen eines Kraftfahrzeuges wird darüber hinaus eine Fahrerlaubnis benötigt. Da Hoverboards jedoch zu keiner bestehenden Fahrerlaubnisklasse gehören, macht sich der Fahrer zusätzlich durch das Fahren ohne Fahrerlaubnis gemäß § 21 Straßenverkehrsgesetz (StVG) strafbar.

Fahren ohne Versicherungsschutz

Im öffentlichen Verkehr besteht zudem kein Versicherungsschutz, da eine solche Versi­cherung bislang nicht angeboten wird. Der Fahrer muss für eventuelle Schäden also selbst aufkommen. Darüber hinaus begeht er bei der Benutzung im öffent­lichen Verkehr eine weitere Straftat gemäß § 6 Pflicht­ver­si­che­rungs­gesetz (PflVersG).

Fazit

Wer auf der sicheren Seite bleiben will, benutzt Hoverboards also nur auf privaten Grundstücken. Dort deckt die private Haftpflichtversicherung des Fahrers die korrekte Nutzung von E-Boards ab.

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